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Geschädigt durch einen Glatteisunfall? – So bekommen Sie Ihre Schäden ersetzt

Möglicherweise waren Sie in den letzten Tagen bei den frostigen Temperaturen mit Ihrem PKW in einen Auffahrunfall aufgrund von Glatteis verwickelt.

In vielen Fällen spricht der sogenannte Beweis des ersten Anscheins für eine überwiegende oder alleinige Verantwortung des Auffahrenden. Dieser war entweder unaufmerksam oder hat nicht genügend Sicherheitsabstand zu Ihnen eingehalten.

Sie haben einen Anspruch darauf, durch den Verursacher bzw. dessen Kfz- Haftpflichtversicherung so gestellt zu werden, als wäre der Unfall nicht geschehen. Sämtliche Schäden, die Ihnen durch den Unfall entstanden sind, müssen Ihnen ausgeglichen werden.

Falls die Versicherung sich bereits mit einem freundlichen Schreiben bei Ihnen gemeldet haben sollte und eine unkomplizierte Abwickelung in Aussicht stellt, dann sollte Ihnen allerdings bewusst sein, dass auf der Gegenseite die Versicherung des Schädigers steht. Diese ist ein auf Gewinnoptimierung ausgerichtetes Wirtschaftsunternehmen! Ihr Ziel ist es, die Kosten der Unfallregulierung so gering wie möglich zu halten.

Es besteht deshalb auch bei klarer Haftungslage immer die Gefahr, dass die Versicherung Ihnen gegenüber versuchen wird, eine Mithaftung zu konstruieren oder es werden unberechtigte Kürzungen an den hereingereichten Schadenspositionen vorgenommen.

Beauftragen Sie daher von Anfang an einen Rechtsanwalt mit der Unfallabwicklung.

Sie werden dadurch in einer sehr lästigen Angelegenheit nicht nur entlastet, sondern es wird sofort das Prinzip der „Waffengleichheit“ hergestellt.

Das OLG Frankfurt hat mit Urteil vom 01.12.2014, AZ: 22 U 171/13 sehr anschaulich dazu ausgeführt, dass es gerade bei der immer unüberschaubaren Entwicklung der Schadenspositionen und der Rechtsprechung für einen Geschädigten als geradezu fahrlässig erscheinen lässt, einen Schaden ohne Einschaltung eines Rechtsanwaltes (selbst) abzuwickeln. Deutlicher kann man es nicht ausdrücken!

Wenn Ihnen keine Mitschuld an dem Unfall vorzuwerfen ist, dann muss die Versicherung des Verursachers auch die Anwaltskosten tragen.

Alexander Kerstiens, LL.M.
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Verkehrsrecht